BERLIN IS JUT, WA?!

Auf Einladung unseres Bundestagswahlkreisabgeordneten (was für ein Wortungetüm!!) Klaus Barthel trat am vergangenen Mittwoch eine kleine Delegation von Gilchinger Sozialdemokraten die große Reise nach Berlin an. Als wir abends am Berliner Hauptbahnhof mit dem Zug eintrafen, wurden wir von einem Bus nahtlos in ein charmantes Berliner Restaurant verfrachtet. Die Bilder von bekannten Politikern an den Wänden des Cafés ließen keine Zweifel aufkommen: Das hier ist eine politische Bildungsreise! Gestärkt checkten wir anschließend in unserem Hotel in Berlin-Moabit ein. Zum Hotel kann man nicht viel sagen außer „Det wa jut!“.

Am folgenden Tag kamen wir in Berührung mit dem politischen Betrieb in der Hauptstadt und mit der Geschichte. Dem Besuch des vom im polnischen Lodz geborenen US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind entworfenen Jüdischen Museum schloss sich ein Informationsgespräch im Bundesrat an. Was Föderalismus im Großen bedeutet weiß jeder. Was Föderalismus im Detail ausmacht und wo sich beispielsweise die Verhandlungen im Vermittlungsausschuss abspielen, erzählte und zeigte uns eine freundliche Dame sehr anschaulich.

Beim Rundgang über den Potsdamer Platz bekamen wir das weltstädtische Gesicht von Berlin zu sehen, ganz nach dem Motto der Band Deichkind: „Denken sie groß“.

Die Führung und Diskussion im Willy-Brandt-Haus war spannend und abwechslungsreich.

Die SPD hat eine reiche und bewegte Geschichte, und es ist nie verkehrt die eigenen Wurzeln zu kennen. Themen in der Gegenwart, derer sich die Sozialdemokratie annehmen muss oder soll, gibt es genug. Das „Wie?“ ist die Frage, über die diskutiert werden darf.

Ein Abendessen in einem türkischen Restaurant in Kreuzberg rundete einen ereignisreichen Tag ab.

Für den Freitag, den Tag vor der Abreise, liefen Wetten ob wir die Sondersitzung und Abstimmung im Bundestag zum 3. Hilfspaket für Griechenland noch erleben würden. Wir hatten tatsächlich Glück und wurden Zeuge der namentlichen Abstimmung! Das war zweifelsohne ein Highlight der Reise, das in Erinnerung bleiben wird. Auch einigen Wortbeiträgen durften wir beiwohnen. Die schmissige Rede von Johannes Kahrs, Sprecher der Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss, war hörenswert. Mit ziemlicher Würze nahm er die Vertreter der Linkspartei aufgrund ihres Abstimmungsverhaltens in die Mangel.

Im Anschluss trafen wir Klaus Barthel, der sich mit uns angeregt unterhielt und unter anderem zur Griechenland-Debatte gute Argumente für eine Fortsetzung der Hilfe lieferte.

Der Fototermin am Fuße der Reichstagskuppel war eine Geduldsprobe, die sich jedoch lohnte. Die Gruppe, die neben uns hauptsächlich aus Miesbachern bestand, freute sich, als schließlich Klaus Barthel zu ihr hinzu stieß und das bereits gefrorene Lachen endlich festgehalten werden konnte.

 

Einem Museumsbesuch im „Ku-Damm-Karree“, „The Story of Berlin“, folgte das Abendessen im Restaurant MAREDO. „Dit wa och jut! Icke hab jut jejessen!“

 

Am Samstag ging es zurück.

 

Ich glaube, es hat wirklich allen gut gefallen!

Eine Bundestagsfahrt ist ein tolles Erlebnis – freilich nur mit der SPD! J Dafür lohnt es sich, Werbung zu machen. Und Berlin ist einfach eine tolle Stadt. Also: Beim nächsten Mal mitfahren!

Daniel Büttrich

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