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Bericht zur Jahreshauptversammlung der Gilchinger SPD

Nach einem Jahr im Amt fand am 30.4.15 die erste Jahreshauptversammlung des neuen Vorstands der Gilchinger SPD statt. Knapp 20 anwesende Mitglieder erfreuten sich nicht nur der Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters Manfred Walter, sondern auch an der Diskussion mit der stellvertretenden Kreisvorsitzenden und Kreistagsabgeordneten Sissi Fuchsenberger und dem Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel.

In seinem Rechenschaftsbericht ging der Vorsitzende Christian Winklmeier zunächst auf die Aktivitäten seit der Neuwahl im letzten Jahr ein:

  • Stadtführung mit Hans Leitner („Von Max I. zu Max II. – Vom Aufklärer zum Bildungskönig“)
  • Unternehmensführung bei der Firma Ultratronik
  • Wanderung mit Franz Lorscheider (Eichstätt, Führung im Dom, Besuch des Juramuseums auf der Willibaldsburg, Einkehr in Dollnstein, Wanderung im Altmühltal)
  • Veranstaltung zur Energiepolitik mit Klaus Barthel
  • Neujahrsempfang mit Franz Maget
  • Veranstaltung zur Bildungspolitik mit Isabell Zacharias

Aktiv haben sich Mitglieder des Ortsvereins und der Gemeinderatsfraktion beim Bürgerdialog zur Entwicklung der Gilchinger Ortsmitte eingebracht. Interessant ist, dass sich mit dem Grünen Peter Unger gerade ein Gemeinderat mittlerweile gegen viele bürgerschaftliche Empfehlungen ausspricht, der ansonsten immer die Bürgermeinung und die Anregungen aus der Bürgerschaft hochhält. Für ihn scheint Bürgerbeteiligung nur dann sinnvoll zu sein, wenn sie auch zu seinen gewünschten Ergebnissen führt. Gerade bei diesem großen Projekt, das mit dem Aufstellen des Bebauungsplans noch lange nicht fertig ist, ist dies ein fataler Eindruck.

Ebenfalls aktiv haben Mitglieder des Ortsvereins an der Bewachung des Gilchinger Maibaums mitgewirkt und einen Diebstahl mit Händen und Füßen verhindert. Erfreulich ist auch das aktive Einbringen vieler Mitglieder im Dunstkreis des Helferkreises Asyl. Der Vorsitzende Winklmeier warb dafür, dass sich in Zukunft gerne noch weitere Mitglieder bei der Unterstützung der im Herbst eintreffenden Flüchtlinge einbringen sollten.

Die einzigen Wahlen im vergangenen Jahr verliefen aus Gilchinger Sicht ebenfalls positiv. So erzielte die SPD bei den Europawahlen in Gilching gute 22,3 Prozent. Dies bedeutete nicht nur ein überdurchschnittliches bayernweites Abschneiden, sondern zudem das mit Abstand beste Ergebnis im Landkreis Starnberg für die SPD (Landkreisschnitt 18,9 Prozent)

Winklmeier stellte zudem vor, welche Aktivitäten der Ortsverein für das kommende Jahr angedacht hat:

  • Aktives Einbringen beim erneuten Bürgerentscheid zur Westumfahrung am 5.7.15
  • Radltour „Auf der Spur des Tropfens“ –>  entlang der Gilchinger Wasserversorgung
  • Neubürgerradltour
  • Weitere Unternehmensführungen
  • Stadtführung in München
  • Teilnahme an der Berlin-Fahrt mit Klaus Barthel im Juli
  • Wanderung im Pfaffenwinkel am 10.10.15
  • Intensivierung der Aktivitäten auf der Homepage
  • Neujahrsempfang 2016 mit Christian Ude (15.1.2016)

Im Anschluss an den Rechenschaftsbericht entfachte sich eine intensive Diskussion über lokale und bundespolitische Themen, so z.B. die Unterbringung von 200 Asylbewerbern auf dem Festplatz, die Energiewende, die Entwicklungen bei Mindestlohn, Rente und Tarifrecht sowie das Kulturcafé.

Erfreulicherweise konnte mit Dennis Kalde noch ein frisches Neumitglied begrüßt werden. Die Gilchinger SPD freut sich über den Eintritt des 26-jährigen Philosophen und viele interessante Diskussionen mit ihm in der Zukunft.

 

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Unterbringung von 200 Flüchtlingen auf dem Festplatz

Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man die weltpolitische Lage als unsicher und beunruhigend bezeichnet. Ob die Unruhen in der arabischen Welt durch den Zuwachs islamistischer Gruppen oder die Zusammenbrüche ganzer afrikanischer Staaten (siehe Libyen oder Eritrea): Wir können die Augen vor Gräueltaten, Völkermorden, massiven Unterdrückungen und den damit einhergehenden Flüchtlingsströmen nicht verschließen.

Wenn wir unsere Werte hochhalten wollen, dann dürfen wir nicht nur schöne Sonntagsreden halten, sondern dann sind wir moralisch dazu verpflichtet, den Flüchtlingen im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen!

Das bedeutet für uns als Gilchinger SPD, dass wir die gesetzlichen Regelungen zur Unterbringung von Asylbewerbern selbstverständlich erfüllen und die uns zugewiesene Anzahl an Flüchtlingen entsprechend aufnehmen. Prinzipiell bevorzugen wir für eine ideale Integration der Flüchtlinge eine dezentrale Unterbringung in kleinen Wohneinheiten oder Häusern. Da sich die Anzahl an Flüchtlingen mittlerweile aber rasant erhöht und nicht nur das Landratsamt, sondern auch der Freistaat Bayern erheblichen Druck ausübt, schnell deutlich mehr Flüchtlinge unterzubringen, sind wir gezwungen, Flächen für größere Unterkünfte (Containeranlagen) zu finden und bereitzustellen. So sollen ab September 200 weitere Flüchtlinge in Gilching in einer Containeranlage unterkommen.

Der Gemeinderat hat am 21.4. mit einer Mehrheit von 13:7 und der Unterstützung der Mehrheit der SPD-Fraktion beschlossen (hier der Beschluss), dass der Festplatz für eine solche Unterkunft bereitgestellt wird und die Regierung von Oberbayern den Betrieb sicherstellt.

Uns war und ist bewusst, dass eine solche zentrale Unterbringung eine Gemeinde vor große Herausforderungen stellt. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, hat die Fraktion der SPD bereits im Oktober des vergangenen Jahres einen Antrag gestellt, der zum Ziel hatte, weitere dezentrale Einrichtungen zu suchen, die Kommunikation mit dem Helferkreis zu verstärken und eine geeignete Stelle in der Verwaltung für die Thematik Asyl zu schaffen. Da die Mehrheit des Gemeinderates Probleme mit der Schaffung einer Stelle für den Bereich Asyl hatte, wurde unser Antrag leider nicht angenommen.

Wir sprechen uns ganz klar dagegen aus, die Bedürfnisse der Asylbewerber gegen die Bedürfnisse der Anwohner auszuspielen. Uns geht es nicht darum, die Interessen der Asylbewerber über die Interessen der Gilchinger Bevölkerung zu stellen! Wir wollen einen Weg finden, wie wir alle gemeinsam die Probleme, die naturgemäß bei einer solchen Unterkunft auftauchen können, verringern und eindämmen können.

 

Dazu gehört für uns:

  • Schaffung einer Stelle in der Verwaltung, die Ansprechpartner für die Bevölkerung, die Asylbewerber und den Helferkreis ist und die organisatorischen Dinge rund um die Unterbringung der Asylbewerber regelt.
  • Unterstützung des „Runden Tisches“, der in der nächsten Woche erstmals tagt und viele Fragen rund um die Unterbringung klären soll.
  • Aufklärung der Bevölkerung über die Situation und die Not der Flüchtlinge
  • Stärkung des Helferkreises
  • Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements (Aufruf zu Patenschaften und Sachspenden sowie zu einer Unvoreingenommenheit den Flüchtlingen gegenüber)

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger und dazu ein, sich aktiv beim Ankommen und der Integration der Flüchtlinge einzubringen und damit zu zeigen, dass Gilching eine Bürgerschaft hat, die nicht Voreingenommenheit und Fremdenhass, sondern Toleranz und Nächstenliebe in den Mittelpunkt stellt! Gleichzeitig nehmen wir die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst, sind aber der Meinung, dass eine Abschiebung der Asylbewerber an den Ortsrand die Sorgen eher verschärft. Wir haben volles Vertrauen in unsere Bevölkerung, dass wir, wie in vielen anderen Gemeinden schon geschehen, durch Aufgeschlossenheit und Unterstützung der Menschen die Risiken verringern können. Wir unterstützen im Rahmen unserer Möglichkeiten alle Aktionen, die zum Ziel haben, Begegnungsmöglichkeiten mit den Asylbewerbern zu schaffen.

 

Es wäre eine Illusion zu glauben, dass die Asylbewerber alle nach Abschluss des Asylverfahrens woanders hin abgeschoben werden und alle Integrationsanstrengungen vor Abschluss der Verfahren umsonst seien. Ganz im Gegenteil: Viele werden lange Zeit in Gilching bleiben und genau deshalb ist es so wichtig, vom ersten Tag ihres Eintreffens in Gilching integrativ tätig zu sein und den Asylbewerbern zu zeigen, dass sie Teil unserer Bevölkerung sind.

 

Bürgermeister Manfred Walter hat auf der Homepage der Gemeinde Gilching ebenfalls zwei Artikel veröffentlicht:

Artikel 1 – Aktuelle Informationen

Artikel 2 – Persönliches Schreiben

 

Verfasst von: Christian Winklmeier (Vorsitzender SPD Gilching)

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Vorschlag: Neues Jugendhaus in Bücherei

Hier eine Pressemitteilung des Jugendreferenten Christian Winklmeier zu einer möglichen Folgenutzung der Bücherei:

 

Als Gemeinderat und Jugendreferent der Gemeinde Gilching schlage ich vor, dass sich die Gemeinde Gilching in Zukunft darum bemühen soll, die Räumlichkeiten der bestehenden Bücherei für Jugendliche als weiteres Jugendhaus nutzbar zu machen.

 
Viele Gespräche mit Kindern und Jugendlichen in den letzten Monaten z.B. bei meinen Schulbesuchen in der Mittelschule und dem Christoph-Probst-Gymnasium und beim Jugenddialog im Rahmen des Bürgerdialogs Ortsmitte haben mir gezeigt, dass ein großer Wunsch danach besteht, Räumlichkeiten für Jugendliche in Zentrumsnähe zu errichten. Das bestehende Jugendhaus mit unserem hervorragend ausgebildeten sozialpädagogischen Personal in der Weßlinger Straße ist eine wichtige Einrichtung und wird das weiterhin sein. Da die Bücherei Mitte des Jahres 2016 in das neue Rathaus ziehen wird, gibt es die Möglichkeit, in einem überschaubaren Zeitraum ein solches neues Jugendzentrum zu errichten.

 
Als Vorteile der Bücherei sind anzusehen:

  • bestehende Räumlichkeiten, die wenige Umbaumaßnahmen verlangen (im Gegensatz zu einem Neubau)
  • Nähe zum Ortszentrum
  • Unmittelbarer Anschluss an einen bisher schon gut genutzten Sportplatz
  • Eventuell Benutzung der Rathaushalle im Winter
  • Überdachter Vorbau, der vor allem im Sommer auch als Aufenthaltsbereich genutzt werden kann
  • Wenige Minuten bis zur S-Bahn und damit auch erreichbar für Freunde, die nicht in Gilching wohnen
  • Unmittelbare Nähe zur Mittelschule und zur von vielen Sportlern genutzten Rathaushalle und damit Anziehungspunkt für diese Kinder und Jugendlichen

 
Wichtig wird es sein, in den Detailplanungen zu Konzept und Einrichtung neben dem fachlichen Rat des Bauamts und des sozialpädagogischen Personals vor allem auch die Ideen, Anregungen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen aufzunehmen. Nur wenn es gelingt, die Vorstellungen der Jugendlichen aufzugreifen und umzusetzen, wird diese Räumlichkeit eine tolle Location für alle Jugendlichen, die sich in ihrer Freizeit nicht nur fest in Sportvereinen oder Musikschulen binden wollen.

 
Die Beispiele des JUZ in Gauting und des Nepomuk in Starnberg zeigen, dass Jugendhäuser keine Einrichtung vergangener Jahrzehnte sind, sondern sehr gut von Jugendlichen genutzt werden. Gilching hat jetzt die Möglichkeit, nicht nur im Bereich Kinder- und Mittagsbetreuung eine führende Position im Landkreis Starnberg einzunehmen, sondern mit seinem hervorragenden sozialpädagogischen Personal eine weitere Jugendeinrichtung zu errichten und damit auch in diesem Bereich zu z.B. Starnberg und Gauting aufzuschließen.

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Westumfahrung: Aller guten Dinge sind drei…

Der Bürgerentscheid als wichtiges direktdemokratisches Element spielt auch in Gilching eine immer bedeutendere Rolle. Nach dem positiven Ratsbegehren im Jahr 1997 zum Bau einer Westumfahrung, dem abgelehnten Aldi-Logistikzentrum im Jahr 2012 und dem erfolgreichen Begehren des ADFC im vergangenen Jahr zur Westumfahrung, das eine deutliche Verzögerung zur Folge hat, folgt nun ein neues Bürgerbegehren einer zehnköpfigen Gruppe um den fleißigen Initiator Heinz Angermaier.

Auch wenn diese neue Initiative mit dem Namen „Westumfahrung Gilching JETZT“ bei ihrer gestrigen Informationsveranstaltung, auf der Homepage und bei Facebook bereits sehr ausführlich und laut Bürgermeister Walter „inhaltlich absolut richtig“ informiert, wollen wir kurz auf die wesentlichen Informationen und Entwicklungsschritte der vergangenen Jahre und Jahrzehnte eingehen:

Mit dem Beschluss beim Bürgerentscheid im Jahr 1997 haben die Gilchinger Einwohner sich dafür entschieden, im westlichen Gemeindegebiet eine Entlastungsstraße zu bauen, um nach deren Fertigstellung beim zuständigen Straßenbauamt in Weilheim einen Umbau der Römer- und Brucker Straße zur Verkehrsreduzierung und besseren Verkehrsführung für Fußgänger und Radfahrer zu erreichen. Dieser Bürgerentscheid war ein einschneidender Zwischenschritt, nachdem bereits im Jahr 1974 eine erste Verkehrsuntersuchung von Herrn Dr. Lang zur Verkehrsentlastung in Gilching durchgeführt wurde.

Der wesentliche Punkt bei der Umsetzung dieses Vorhabens ist, dass die Gemeinde die Planung nicht in der eigenen Hand hat, sondern die Regierung von Oberbayern zuständig für den Planfeststellungsbeschluss und somit die Baugenehmigung ist. Die Gemeinde Gilching kann im laufenden Planfeststellungsverfahren lediglich Anträge einreichen, die dann von der Regierung von Oberbayern beschieden werden.

Mitte 2012 wurden von der Gemeinde die Unterlagen zur Planfeststellung bei der Regierung von Oberbayern eingereicht, was zur Folge hatte, dass öffentliche Auslegungen durchgeführt und die Möglichkeit, Einwendungen einzureichen, gestattet wurden. Am Ende dieses langwierigen Verfahrens hätte wohl bis Anfang 2014 ein rechtsgültiger Planfeststellungsbeschluss (=Baugenehmigung) erzielt werden können.

Kurz vor dem endgültigen Planfeststellungsbeschluss hat eine Gruppierung aus ADFC, ödp, Grünen und anderen ein Bürgerbegehren gestartet, das wesentliche Änderungen hinsichtlich der Verkehrsführung für Radfahrer beinhaltete. Obwohl einigen Initiatoren bewusst war, dass dieses Begehren wohl eine deutliche Zeitverzögerung zur Verwirklichung der Westumfahrung zur Folge habe, wurde damit geworben, dass dies nicht der Fall sein werde. So veröffentlichte die Initiative einen Flyer, in dem davon gesprochen wurde, dass „alle Planungen im Jahr 2014 abgeschlossen werden könnten“. Obwohl der Gemeinderat den für den ADFC positiven Ausgang des Bürgerentscheids schnellstmöglich in konkreten Beschlüssen untermauerte und alles daran setzte, die Verzögerung gering zu halten, muss Stand heute konstatiert werden, dass die Initiative keineswegs Recht behielt. Mit diesem Entscheid haben die Gilchinger Bürgerinnen und Bürger entschieden, selbst darüber befinden zu wollen, wie der Verlauf der Westumfahrung aussehen soll. Damit wurde dem Gemeinderat jeglicher Handlungsspielraum genommen, die in jahrelangen Diskussionen erstellte und durch intensiven fachlichen Beistand unterstützte Planung umzusetzen.

Heinz Angermaier und der harte Kern der neuen Bürgerinitiative wollten und wollen eine weitere Verzögerung des Baus der Westumfahrung nicht akzeptieren und haben deshalb seit dem Bürgerentscheid im Februar 2014 durch öffentliche Aktionen (Leserbriefe, Banner, Plakate, etc.) auf ihr neues Begehren aufmerksam gemacht. Mit der Veranstaltung am gestrigen Freitag werden nun Unterschriften für das Begehren gesammelt. Sollten mehr als 1270 Unterschriften (Stand heute bereits über 600 nach wenigen Tagen) gesammelt werden, dann wird wohl noch vor den Sommerferien ein Bürgerentscheid stattfinden. Inhalt des Begehrens ist es, zur ursprünglichen Planung, die eine sehr große Mehrheit des Gemeinderat über viele Jahre hinweg so erstellt und unterstützt hat, zurückzukehren und damit den Bürgerentscheid vom 9.2.2014 hinfällig zu machen

Alle Informationen zum neuen Begehren finden Sie unter http://www.westumfahrung-gilching.de/. Wer sich über den Standpunkt des ADFC (alte Bürgerinitiative) informieren will, der kann dies unter folgender Seite tun: http://www.adfc-gilching.de/westumfahrung.html

Wir sind gespannt, wie der höchste Souverän im Staate, der Bürger, nun entscheidet. Zu hoffen bleibt wohl nur, dass dieser Bürgerentscheid (der dritte zur Westumfahrung) dieses Kapitel endgültig abschließt und wir nicht in sechs, neun oder zwölf Monaten auf ein weiteres Bürgerbegehren zur Westumfahrung hinweisen müssen.

Unsere Position ist seit vielen Jahren bekannt und nicht umsonst in Punkt 1 unseres Wahlprogramms zur Kommunalwahl 2014 genannt:

„Der Durchgangsverkehr muss raus. Wir sind für die Westumgehung. Jetzt! Dazu ein Leitsystem für LKW zur Entlastung des Orts.“

Deshalb: Aus Sicht der SPD Gilching ist der Bau der Westumgehung auf dem jetzt schnellstmöglichen Weg anzustreben.

 
Artikel verfasst von: Christian Winklmeier (Vorsitzender SPD Gilching)

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Bürgerdialog Ortsmitte kommt in Schwung!

Der im vergangenen November angestoßene Bürgerdialog zur Entwicklung der Gilchinger Ortsmitte (weitere Informationen hier) geht in die nächste Phase.

 

Nach der sehr gut besuchten und mit vielen konstruktiven Ideen aus der Bürgerschaft gespickten Auftaktveranstaltung am 26.11.14 (Protokoll hier) beginnen demnächst vier sogenannte Thementische, die sich mit den Schwerpunkten  Einzelhandel/Dienstleistungen, Römerstraße, Qualitätsachse Glatze-Steinberg und Jugend befassen.

 

Ein Termin für den ersten Thementisch (Einzelhandel/Dienstleistungen) steht bereits fest: Am 11.2.15 (19 Uhr im Mehrzweckraum des Christoph-Probst-Gymnasiums) wird unter Anderem darüber gesprochen, ob man sich ein Geschäftsgebäude an der Ecke Römerstraße/Rathausstraße vorstellen kann und wie z.B. auch die Geschäfte in der Fußgängerzone gestärkt werden können.

 

Anfang März (Termin noch nicht bekannt) findet dann der zweite Thementisch zur Römerstraße statt.

 

Als weiterer Input findet am 18.3.15 um 19 Uhr (Aula der Arnoldus-Grundschule) ein Vortrag vom bekannten Wiener Verkehrsplaner Hermann Knoflacher statt. Der Eintritt ist frei.

 

Ebenfalls fest steht der Termin für den zweiten großen Bürgerdialog, der am 22.4.15 um 19 Uhr ebenfalls in der Aula der Arnoldus-Grundschule stattfinden soll.

 

Die Gilchinger SPD hat sich bereits intensive Gedanken zur Gestaltung der Ortsmitte gemacht und wird diese in den Thementischen einfließen lassen. Wir würden uns sehr freuen, mit vielen von Ihnen bei den anstehenden Veranstaltungen zu diskutieren!

 

Viele weitere Informationen finden Sie unter: http://www.gilching.de/de/home/entwicklung-ortsmitte/

 

Artikel verfasst von Christian Winklmeier (Vorsitzender SPD Gilching)

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Vernetzung der Gilchinger Jugendlichen

Die Vernetzung der Gilchinger Kinder und Jugendlichen in Gilching ist eines meiner großen Anliegen als Jugendreferent der Gemeinde Gilching.

Dass die Kinder und Jugendlichen durch einen großen Sportverein, eine Jugendfeuerwehr, Kirchengruppen, Brauchtum und viele andere Gruppierungen schon viele Möglichkeiten haben, gemeinsam ihre Freizeit zu verbringen, ist bekannt. Durch einen fehlenden Jugendbeirat und eine nur selten existierende Verbindung zwischen diesen Gruppen ist es aber bisher nicht gelungen, mit einer Stimme Anregungen, Ideen und Wünsche an den Gemeinderat zu richten wie das z.B. der Seniorenbeirat schon seit langem erfolgreich macht.

Um die Vernetzung unter den vielen Gilchinger Kinder und Jugendlichen zu verbessern und deren Ideen zu bündeln, habe ich als Jugendreferent in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit Jugendgruppen und Schulen geführt. Besonders erfolgsversprechend war dabei der Besuch der Mittelschule, die es mir in Person der Schulleitern Frau Barta ermöglicht hat, mit fünf Schulklassen jeweils eine Schulstunde lang darüber zu diskutieren, wie wir Gilching attraktiver für die Jugendlichen gestalten können. Den direkten Kontakt, auch mit den anderen Schulen, werde ich in den kommenden Monaten noch intensivieren, um möglichst viele Gilchinger Kinder und Jugendlichen dafür zu begeistern, sich selbst in die Gestaltung ihres Gilchings einzubringen.

Ein wesentliches Ergebnis war, dass solche Diskussionen in Zukunft deutlich stärker über die Sozialen Medien geführt werden wollen, weshalb ich von den Schulklassen der Mittelschule gebeten wurde, eine Facebook-Seite für die Gilchinger Jugendlichen zu erstellen. Um auch diejenigen teilhaben zu lassen, die nicht bei Facebook angemeldet sind, ist diese Seite öffentlich zugänglich. Erreicht werden kann die Seite unter www.facebook.com/gilchingerjugend.

 Diese Vernetzung soll ein erster Schritt hin zu einer deutlicheren Artikulation der Anregungen der Gilchinger Jugendlichen sein. Ich freue mich auf die anstehenden Diskussionen und bitte den Gemeinderat, die Anregungen, die an uns herangetragen werden, zu unterstützen.

Verfasst von Christian Winklmeier (Jugendreferent Gemeinde Gilching)

Unterstützung für den Helferkreis Asyl in Gilching

Am 12.11 fand ein weiteres Treffen des „Helferkreis Asyl“ statt.

Hier waren alle interessierten Gilchinger Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich über die Arbeit und die Möglichkeiten der Unterstützung des Helferkreises zu informieren.

Aktuell leben 27 Flüchtlinge in Gilching, die aus Nigeria, Eritrea, Myanmar und Afghanistan stammen. Darunter auch einige Kinder im Alter zwischen 3 Monaten und 15 Jahren.

Eines der obersten Ziele des Helferkreises ist die Unterstützung der Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache.
Aus diesem Grund besuchen die Flüchtlinge Deutsch- und Alphabetisierungskurse an der Volkshochschule in Gilching.
Zudem wird der Helferkreis von ehrenamtlichen Schülern aus Gilching unterstützt, die den Flüchtlingen Deutsch unterrichten.

Dank der Unterstützung des TSV Gilchings können einige Flüchtlinge bereits an Sportkursen und –Gruppen wie z.B. der Laufgruppe teilnehmen.
Zudem bot der ADFC Gilching an diesem Termine seine Unterstützung im Bereich Fahrradunterricht und Reparatur an, damit die Flüchtlinge in Zukunft sicher und mit fahrbereiten Fahrrädern am Straßenverkehr teilnehmen können.

Da aller Voraussicht nach bis Ende des Jahres nochmals einige Flüchtlinge in Gilching aufgenommen werden müssen, freut sich der Helferkreis um jeder Unterstützung.

Diese können sowohl in Form von Zeit als auch mit Spenden gemacht werden.

 

Aktuell gesucht werden:

Paten – die etwas Zeit und Interesse daran haben, das erlerne Deutsch mit ihrem Paten zu üben und z.B. einen Spaziergang durch Gilching zu machen. Einen Ausflug nach München oder einfach eine gemeinsame Tasse Tee. Hierfür sind keine Fremdsprachenkenntnisse nötig, denn die Flüchtlinge lernen alle Deutsch. Auch geht es nicht darum jede Woche an bestimmten Tagen vor Ort zu sein, sondern vielmehr die Flüchtlinge mit etwas Zeit und Aufmerksamkeit in unsere Gemeinde zu integrieren.

Musikunterricht – denn bei einigen Flüchtlingen besteht der Wunsch ein Instrument zu lernen. Dies ist nicht nur eine schöne Möglichkeit seine Zeit zu verbringen und seine Musikleidenschaft miteinander zu teilen. Hierbei ist keine fundierte Musiklehrer-Ausbildung nötig sondern das Beherrschen des Instrumentes (Primär Gitarre und Klavier) und 1-2 Stunden Zeit die Woche würden hierbei völlig ausreichen.

Ein weiteres, großes Anliegen ist die Unterstützung in der Hauswirtschaftsbetreuung. Die Wohnungen der Flüchtlinge sind aktuell noch sehr kahl, und wenig wohnlich gestalte. Daher werden freiwillige Helfer gesucht, die mit Bohrmaschine und Hammer umgehen können und hier mit etwas handwerklichem Geschick unterstützten können.

 

Selbstverständlich freut sich der Helferkreis auch über Geldspenden.

Mit diesen wird der Deutschunterricht an der VHS der Flüchtlinge finanziert.

Das Spendenkonto ist:
Katholische Kirchenstiftung
St. Sebastian

IBAN: DE 47 701 693 82 00000 12 718
BIC: GENODEFIGIL

Raiffeisenbank Gilching
Stichwort ASLY

Das nächste Infotreffen des „Helferkreis Asyl“ findet am 10.12.14 um 18.30 Uhr im Nikolauszimmer der St. Sebastian Kirche in Gilching statt.

 

 Autor: Andrea Reif – stellver. Vorsitzende SPD Ortsverein Gilching

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Aufruf des Bürgermeisters: Unterstützung der Asylbewerber

Der Erste Bürgermeister der Gemeinde Gilching, Manfred Walter (SPD), hat heute einen offiziellen Aufruf zu mehr Engagement bei der Unterstützung der Asylbewerber und des Helferkreises Asyl auf der Homepage der Gemeine Gilching veröffentlicht, den wir gerne wiedergeben:

 

Liebe Gilchingerinnen und Gilchinger,

wir suchen nach Lösungen!

 

Aktuell suchen viele Menschen Zuflucht in Deutschland, da ihnen in ihrer Heimat ein sicheres Überleben aus den verschiedensten Gründen nicht möglich ist.

In Gilching sind momentan 27 Personen untergebracht. Bis Ende des Jahres werden es voraussichtlich weitere 70 Frauen, Männer und Kinder sein.

Ich bitte Sie deshalb um Ihre Mithilfe!

Was dringend gesucht wird ist WOHNRAUM!

Wir möchten vermeiden, dass unsere Sporthallen als Unterkünfte umfunktioniert werden oder dass wir in Gilching Wohncontainer aufstellen müssen.

Wollen Sie helfen? Wenn ja, es gibt viele Möglichkeiten. Sie können Geld spenden oder wollen Sie lieber eine Patenschaft übernehmen? Alles ist möglich!

Vielleicht einen Deutschkurs mitfinanzieren? Denn Sprache ist Integration! Oder können Sie Ihre handwerklichen Fähigkeiten ehrenamtlich zur Verfügung stellen?

Im Helferkreis Asyl ist man für jede helfende Hand dankbar.

Ein Treffen für interessierte Mitstreiter findet jeden 2. Mittwoch im Monat um 17.00 Uhr im Nikolauszimmer des Pfarrzentrums St. Sebastian statt.

Weitere Informationen zum Helferkreis Asyl finden Sie unter: www.asyl-in-gilching.de

 

Bitte, helfen auch Sie mit, dass sich diese Familien, die ihre Heimat verloren haben, in Gilching WILLKOMMEN fühlen.

 

Ich danke Ihnen schon im Voraus für Ihr Engagement.

 

Ihr

Manfred Walter

Erster Bürgermeister

 

 

Geldspenden für Asyl in Gilching:

Katholische Kirchenstiftung

St. Sebastian

DE 47 701 693 82 00000 12718,

BIC GENODEFIGIL

Raiffeisenbank Gilching

 

Allgemeine Fragen rund um das Thema Asyl beantwortet Ihnen der Bürgerservice im Landratsamt Starnberg, 08151/148 148

Wenn Sie Wohnraum für Asylbewerber zur Verfügung stellen können, wenden Sie sich an das Landratsamt Starnberg, Tel 08151/148-341

 

Quelle: Homepage Gemeinde Gilching (www.gilching.de)

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Asyl in Gilching

Täglich kommen mehr und mehr Asylbewerber zu uns. Sicher ist es angebracht, endlich konkrete Hilfe in die Wege zu leiten, um diesen Menschen ein würdiges Leben in ihren Heimatländern zu ermöglichen. Dies wird allerdings von den europäischen Ländern nur mangelhaft und zögerlich angegangen. So kommen verständlicherweise die Menschen zu uns, weil sie einerlei andere Chance mehr für sich und die ihrigen sehen.

Bedenken wir: Jeder von uns, in einer vergleichbaren Lage, würde genauso handeln. Erfahrungen von Hunger, körperlichem und seelischem Leiden, Ausgestoßen sein, Vertreibung, Flucht, Sprachlosigkeit (fremde Sprache), Verständigungsbarrieren (Analphabetismus), kultureller Isolation, Familientrennung und vieles mehr führten und führen schnell zu Traumata, Depression und Aggression. Wir müssen konkret vor Ort nach besten Kräften helfen. Natürlich ist hier auch die Bereitschaft zur Mitwirkung seitens der Asylbewerber gefordert. Es geht nur miteinander. Dann können wechselseitig die Kulturen voneinander lernen und sich miteinander weiterentwickeln. Menschen anderer Kulturen sind eine Bereicherung für die eigene Kultur. Die eigene Kultur bereichert auch Menschen anderer Kulturen. Mit der nötigen Sensibilität für einander, der Kraft gebündelter Hilfe und der Anstrengung helfende Hände und der Asylbewerber kann eine ungeheure Herausforderung produktiv bewältigt werden.

Wichtig ist dabei eine Übersicht der verschiedenen Problembereiche zu gewinnen, damit dann genau darauf bezogen gehandelt werden kann. Deshalb haben wir eine naturgemäß vorläufige Übersicht entwickelt, die verschiedene Themen rund um die Hilfe für die Asylbewerber darstellt.

 

Die Grafik (Mindmap Asyl in Gilching) zeigt die hauptsächlichen Bereiche auf, die zu berücksichtigen sind. Vieles geht dabei ineinander und bedingt sich gegenseitig. Es gibt allerdings auch eine Rangfolge:

 

  1. Ganz wichtig und obenan steht die menschenwürdige Unterkunft für die Asylbewerber. Hier benötigt man private, kommunale, kirchliche und staatliche Hilfe. Unbedingt zu vermeiden ist eine Ghettoisierung durch (längere) Unterbringung in Zeltstädten etc. Alles, was die Isolation der Asylbewerber im lokalen Umfeld befördert ist schädlich. Einerseits verbleiben die Asylbewerber in ihrem gewohnten kulturellen Umfeld und lernen die Landeskultur und örtlichen Gepflogenheiten nicht kennen, andererseits haben auch die ortsansässigen Bewohner keine Möglichkeit zu einem normalen Umgang mit „den Fremden“.
  2. Mindestens ebenso wichtig ist die Ermöglichung einer ausreichenden sprachlichen und meist auch schriftlichen Kommunikation. D.h. professionelle Deutschkurse und ein Angebot zur Alphabetisierung. Nur dann kann Verständigung wechselseitig gelingen.
  3. Es muss Klarheit bestehen über die Zuständigkeiten, Finanzierungen, Versicherungen, rechtliche Stellung etc. Dazu bedarf es auch einer schnellen Kommunikation der helfenden Instanzen untereinander, klarer Ansprechpartner, kurzer Wege etc.
  4. Freizeitbetätigung, zum Beispiel Sport, Musik etc. helfen den Asylbewerbern aktiv zu bleiben und sich im lokalen Umfeld einzubringen sowie zu präsentieren.
  5. Die Sensibilisierung von Asylbewerbern und Ortsansässigen füreinander kann zum Beispiel auch über gemeinsame kulturelle Aktionen gelingen. Hier spielt auch die Information zu den jeweiligen Kulturen und Religionen eine außerordentlich wichtige Rolle, um Eigenheiten und Probleme wechselseitig zu verstehen. Wichtig ist dabei zu erkennen, dass extreme klimatische Unterschiede, andere kulturell bedingte Zeit- und Raumauffassungen, spezifische Familienstrukturen, andere Verkehrsdichten etc. aufeinander stoßen und zu einem Ausgleich gebracht werden müssen.

 

Details zu den Themen und damit verbundenen Fragen veranschaulicht die Grafik.

 

Abschließend ist wichtig festzuhalten, dass die Hilfe für Asylbewerber durch niemanden für eigene Zwecke instrumentalisiert werden darf. Dies wäre der Sache nicht dienlich.

 
Text von: Dr. Michael Rappenglück (Fraktionsvorsitzender SPD Gilching)

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Energetisch sanieren – beim Sanierungstreff erfahren Sie wie

Mit einer Initiative „Sanierungstreff – Mit Wärme zu mehr Wert“ möchte der Landkreis Starnberg in Sachen Klimaschutz ein neues Kapitel aufschlagen, denn ein Großteil der von uns verbrauchten Energie wird heute immer noch über nicht ausreichend gedämmte bzw. sanierte Eigenheime verbraucht.

Doch welche Sanierungen machen Sinn? Wo fängt man an? Und wie sind die Erfahrungswerte von bereits Sanierten Gebäuden?

Bei den Sanierungstreffs, die Ende Oktober an vier Orten im Landkreis starten,  können Sie alle interessierten Eigenheimbesitzer umfassend auf die energetische Sanierung ihres Hauses vorbereiten und auch die Aspekte des altersgerechten Wohnens in den Blick nehmen.

Das Angebot der Sanierungstreffs umfasst im drei- bis vierwöchigen Abstand eine Serie von Veranstaltungen über mehrere Monate. Durch den Erfahrungsaustausch, die Beratung und durch Besichtigungen sollen Hemmschwellen abgebaut und die Qualität von Sanierungen verbessert werden.

Die Auftaktveranstaltungen zu den Sanierungstreffs sind am:
– 21. Oktober in Starnberg, Ilse Kubaschewski-Haus, Hanfelder Str. 10, Beginn: 16:00 U
– 22. Oktober in Gauting, Regionalwerk Würmtal, Bahnhofsplatz 1, Beginn: 18:00 Uhr
– 23. Oktober in Herrsching, VHS-Gebäude, Kienbachstr. 3, Beginn: 16:00 Uhr
– 24. Oktober in Gilching, VHS-Gebäude, Landsberger Str. 17a, Beginn: 16:00 Uhr

Um eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung wird gebeten.
Alle wichtigen Informationen finden sie auch unter www.sanierungstreff.de.

Auf dieser Homepage finden Sie nicht nur den Anmeldebogen, sondern auch viele Informationen über die Förderung, Klimaschutzmanagement, Energieberatung und vieles mehr.

Text von: Andrea Reif (stellvertretende Vorsitzende SPD Gilching)